Atelier

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Regie: Peter Ott D 2012, 42', HD Video


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mit Rose Beermann, Antiona Bootz, Michael Dreyer, Peter Ott, Ines Thomé, Philipp Ziegler

Der Titel kam zuletzt. Man könnte das Genre der Session–LP aus den besseren Zeiten einer vom Jazz inspirierten Rockmusik als Blaupause ansehen (Soft Machine). Die Wurzeln sind aber bei Mauricio Kagel zu verorten. Was nach dem ganzen Irrsinn (Fee, Haare, Föhn) des Prozesses bleibt ist ein ganz normaler Film. Obwohl der Film von Minute zu Minute vor jeglicher Spartenzugehörigkeit sich zu immunisieren versucht. Am Rand des Verfehlens bleibt eine unmögliche Puppe, die sowohl aus einer Raupe wie aus einem Insekt sich entwickeln würde. Die Anfänge von "Atelier" liegen zu weit zurück, um eindeutig rekonstruierbar zu sein. Weder Ott noch Dreyer wollten den Film so wie er heißt. Dreyer ist uncool cool. Ott ist selbst eine Heimsuchung wie die anderen Kompars_innen-Künstler_innen: "Christian", die "Tänzerin", die "Gitarristin", die "Fee". Allein Dreyer schleppt schwer an der Waage von Burleske und Exorzismus. Nach Jahren umfangreichster Recherche, Vorbereitung und trangressiver Feldforschung entpuppte sich das Vorhaben als eines von Ott, einen Film mit dem Künstler Dreyer zu machen, und verpuppte es sich als eines von Dreyer, einen Film über Otts Problem zu kreieren, das Genre Atelierfilm zu bedienen und gleichzeitig die Imperative des Genres zurückzuweisen, ja der Kritik zum Frass hinzuwerfen. Insofern ist "Atelier" ein postdialogisches und postantipsychiatrisches, an Kagel geschultes „Phantasy-Filmlingual“.